Jean-Paul Alègre

Foto von Jean-Paul Alègre

Jean-Paul Alègre wurde am 13. Mai 1951 geboren und gehört zu den meistgespielten Theaterautoren in Frankreich und auch in anderen Ländern. Seine Stücke wurden in viele Sprachen übersetzt und werden vor allem von Laientheatergruppen sehr geschätzt, da sie flexibel besetzt werden können und oft aus einer Reihe von Szenenfolgen bestehen. Etwa vierzig seiner Stücke sind im Verlag L’Avant-Scène Théâtre erschienen. Sie setzen sich oft mit der Bühnenwelt, dem Leben der Schauspieler zwischen Fiktion und Realität und ihrer Begeisterung für die ungeahnten Möglichkeiten zum Ausleben der Phantasie auseinander.

Einige der bekanntesten Werle sind La ballade des planches (Bretter, die die Welt bedeuten), Jeux de Planches, das 2015 beim Festival d’Avignon gezeigt wurde, Agnès Belladone (2004) und Lettres croisées (2004).

2006 wurde er zum Präsidenten der EAT (Ecrivains Associés du Théâtre) gewählt, 2010 zum Präsidenten der Theaterkommission der französischen Verwertungsgesellschaft SACD. Seine Theaterstücke wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. von der Académie française mit dem Preis Emile Augier.

Josefina Vázquez Arco

Foto von Josefina Vázquez Arco, copyright by Wilfried Steiner

Josefina Vázquez Arco, geboren 1976 in Spanien, ist Dramatikerin und Universitätsdozentin am Fachbereich Romanistik in Salzburg. In Madrid als Opernsängerin und Schauspielerin ausgebildet, promovierte sie „cum Laude“ in Lateinamerikanischer Literatur und verfasste zahlreiche Publikationen zu diesem Themenbereich. Verschiedene Lehrtätigkeiten in Österreich und Spanien, Vorträge und Seminare als Expertin für Didaktik im gesamten deutschsprachigen Raum folgten. In Salzburg war sie Organisatorin der spanischen Filmwoche und Regisseurin der Universitätstheatergruppe sowie Leiterin des Jugendtheaterprojektes am Akademischen Gymnasium. In Valladolid unterrichtet sie ihre andere große Leidenschaft: Kinogeschichte.

Ihre Theaterstücke schreibt Josefina Vázquez Arco auf Spanisch und Deutsch (z. B. Sonate für Witwe und Klavier, Pubertät).

Seit 2000 Touristin in Österreich.

Andrzej Chichłowski

Foto von Andrzej Chichłowski

Andrzej Chichłowski, geboren 1957 in Polen, ist ein polnischer Schauspieler, Regisseur und Autor. Nach sejner Ausbildung an der Theater- und Filmschule in Łódź spielte Chichłowski über 70 Theater- und Filmrollen. 1999 bis 2009 arbeitete er als Regisseur der TV-Serie „Klan”. Seit 2010 ist er als Theaterregisseur tätig.

Neben Drehbüchern für das polnische Fernsehen schrieb er bis jetzt vier Theaterstücke: Całkiem Inna Rzeczywistość (Eine ganz andere Wahrheit), Koniec Świata (Das Ende der Welt), Kat (Der Henker), Szczęśliwy Dzień (Ein glücklicher Tag). Für Ein glücklicher Tag (Szczęśliwy Dzień) erhielt er den polnischen Nachwuchspreis für das beste Theaterstück.

Joakim Groth

Foto von Joakim Groth, copyright Niklas Sandström

Der finnlandschwedische Autor und Regisseur Joakim Groth, geboren 1953 in Stockholm, schrieb zunächst Gedichte, bevor er 1983 mit Skotten i Helsingfors (Schüsse in Helsinki) als Dramatiker debütierte. Weitere Stücke, darunter Främlingarna (Die Fremden, 1987), Intermezzo på Johannis (Intermezzo auf Johannis, 2002), En ängel flög förbi (Ein Engel flog vorbei, 2004) und zuletzt Retro (Retro, 2017), folgten. Groth zählt mittlerweile zu den wichtigsten schwedischsprachigen Dramatikern der Gegenwart und wurde 2003 mit dem Bergboms Preis der Schwedischen Literaturgesellschaft in Finnland ausgezeichnet. Die Uraufführung von Leinölseife – Ein Mittsommerfamilienfest (Remont) fand am 18. 2. 2012 im Schwedischen Theater in Helsinki statt.

Marc Schlegel

Porträt von Marc Schlegel

Marc Schlegel, geboren 1982, studierte Regie und Drehbuch an der Filmakademie Wien. Schon mit seinen im Rahmen des Studiums realisierten Kurzfilmen war er auf zahlreichen internationalen Filmfestivals vertreten und wurde vielfach ausgezeichnet. Sein Abschlussfilm Das Begräbnis des Harald Kramer gewann 2013 drei Preise beim Internationalen Festival der Filmhochschulen München (darunter den Luggi-Waldleitner-Preis für das beste Drehbuch) sowie Bronze beim renommierten Camerimage Festival in Bydgoszcz. Im Jahr 2014 nahm der Film als einzige nicht englischsprachige Produktion am L.A. Comedy Shorts Film Festival teil und gewann dort den Preis für den besten Studentenfilm. Darüber hinaus wurde der Kurzfilm 2015 für den österreichischen Filmpreis nominiert. Im Jahr 2015 erschien mit Schmidts Katze Schlegels Langfilmdebüt. Die schwarze Komödie entstand in der Nachwuchsreihe des SWR „Debüt im Dritten“. Obwohl ursprünglich als reiner TV-Film geplant, erhielt der Film im Herbst 2015 einen Kinostart in den süddeutschen Kinos.

Seit 2016 arbeitet Marc Schlegel unter anderem an der Mockumentary-Serie Meine heile Welt mit Michael Kessler. Die Pilotfolge von Meine heile Welt wurde im Herbst 2016 erfolgreich in der ARD ausgestrahlt, die Produktion der ersten Staffel hat im Frühjahr 2017 begonnen und wird ab 14. September 2017 auf Sendung gehen. Neben der Regie schreibt Marc Schlegel gemeinsam mit Michael Kessler auch die Drehbücher der Serie.

2017 erscheint mit Er hat eine Bombe Marc Schlegels erstes Theaterstück, welches er gemeinsam mit Peter Hengl geschrieben hat.

Marc Schlegel ist Mitglied der Akademie des Österreichischen Films

FILMOGRAPHIE (AUSZUG)

Meine heile Welt (Folge 2-5) – Mockumentary-Serie mit Michael Kessler Serie / ARD / RBB / 2017; Regie und Drehbuch (Folge 4+5); Sendestart: 14. September 2017 (ARD)

Meine heile Welt (Pilot) – Mockumentary-Serie mit Michael Kessler Serie / ARD / RBB / 2016; Regie und Drehbuch (zusammen mit Michael Kessler); TV-Termin: 15. September 2016 (ARD)

Schmidts Katze (Romantic Comedy) – Schwarze Komödie / Kino / SWR / 2015 / 90 min.; Regie und Drehbuch (mit Stephanie Töwe); TV-Termin: 12. November 2016

Das Begräbnis des Harald Kramer – Schwarze Komödie / 2013; Regie und Drehbuch

Bastagon and the Rainbow Princess – Black Comedy – Experimental / 2012; Regie und Drehbuch

Preise (AUSWAHL)

Für Schmidts Katze: Filmfest Emden: Nominierung NDR Nachwuchspreis 2015

Für Das Begräbnis des Harald Kramer:

  • New Filmmakers L.A. 2016 (USA): Best performance comedy (für Carl Achleitner) + Nominierung: Best Comedy Short
  • Filmzeit Kaufbeuren 2015 (D): Publikumspreis + Lobende Erwähnung Hauptpreis der Jury
  • Österreichischer Filmpreis 2015 (A): Nominierung: Bester Kurzfilm
  • L.A. Comedy Shorts Festival 2014 (USA): Best Student Comedy Short Award
  • Tyrolean Independent Film Festival 2014 (A): Best Austrian Film & Audience Award
  • Camerimage 2013 (PL): Bronze Tadpole
  • Internationales Festival der Filmhochschulen München 2013 (D): Best Screenplay (Luggi-Waldleitner-Preis) & Prix Interculturel & Best Production
  • Cinema Perpetuum Mobile 2014 (BLR): Audience Award (Vox Populi)
  • Euroshorts – European Short Film Festival 2013 (PL): Best Fiction

Für Bastagon and the Rainbow Princess

  • Irpen Filmfest 2011 (UKR): 1. Prize Golden Film
  • Cannes in a Van 2011 (UK/F): Best Foreign Language Film
  • Leiden International Short Film Experience 2011 (NL): Student Film Award
  • European Short Film Festival Unlimited 2011 (D): Nominated Best Short
  • Clap’n’Sound 2012 (F): 1. Prize
  • L’Étrange Festival 2012 (F): Best Film

Peter Hengl

Porträt von Peter Hengl

Peter Hengl wurde 1983 in Kufstein, Österreich geboren. Er studierte Buch und Dramaturgie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien („Filmakademie Wien“) unter Walter Wippersberg und Götz Spielmann. Nach einer Reihe erfolgreicher Kurzfilme arbeitet er jetzt als Drehbuchautor für Film und Fernsehen, wo er mehrere Projekte in Entwicklung hat – viele gemeinsam mit seinem Schreibpartner Marc Schlegel.

Er hat eine Bombe ist sein erstes Theaterstück.

Prix Pantheon 2017 für Lisa Eckhart

Foto von Lisa Eckhart

Wir gratulieren Lisa Eckhart zum deutschen Satire-Preis Prix Pantheon in der Kategorie „Frühreif & Verdorben“. Denn „Himmel und Hölle, Komik und Tragik, Mitleid und Spott liegen in den fein ziselierten Texten von Lisa Eckhart ganz nahe beieinander,“ so die Jury.

Auf der Webseite des Prix Pantheon werden Lisa Eckharts „souveräne Bühnenpräsenz und präziser Sprachwitz, schlitzohrige Boshaftigkeit, böse Reime und pointierte Provokationen“ gelobt: „Damit werden Glaube, Liebe, Politik und andere Taschenspielerstreiche liebevoll seziert, bis sich die Tragödie zur Komödie steigert in einem stilistisch unverwechselbaren, dichten und kühnen Kabarettsolo.“ Dies zeigte Lisa Eckhart auch in ihrer Finalperformance.

Wem Eckharts präziser Sprachwitz gefällt, seien ihre Metrischen Taktlosigkeiten ans Herz gelegt.

Meggie W. Wrightt

Foto von Meggie W. Wrightt / Magdalena Wołłejko

Polnische Theater-, TV- und Filmschauspielerin.

Unter dem Pseudonym Meggie W. Wrightt schrieb Magdalena Wołłejko mehrere Stücke, die im Repertoire vieler polnischer Theater zu finden sind. „Der Club der Hypochonder“ (Klub hypochondryków) wird seit über 10 Jahren mit großem Erfolg im Warschauer Teatr Syrena gespielt, unter Mitwirkung der Autorin.

Unter dem Pseudonym Maciej Pisz schrieb sie auch einige ebenso erfolgreiche Filmdrehbücher, TV-Sendungen und Liedtexte.

Lisa Eckhart: „Metrische Taktlosigkeiten“ in der Roten Bar

Foto von Georg Hoanzl, Lisa Eckhart, Helen Zellweger und Michael Niavarani, Copyright Markus Wache

Vielen Dank an alle, die die Buchpräsentation am 10. 5. 2017 zu einem solchen Erfolg gemacht haben! Die Rote Bar war eine stimmungsvolle Bühne für Lisa Eckharts Metrische Taktlosigkeiten. Eine Einführung ins politische Korrektum. Nach einem Gespräch mit Michael Niavarani performte Lisa Eckhart Texte aus ihrem Buch. Zum Schluss gab es noch die Möglichkeit, die druckfrischen Exemplare signieren zu lassen.

Alle Informationen zum Buch finden Sie hier.

Foto: Georg Hoanzl, Lisa Eckhart, Helen Zellweger, Michael Niavarani | © Markus Wache

Harald Gebhartl

Foto von Harald Gebhartl, Copyright by Tom Mesic

Harald Gebhartl, geboren 1957, ist Mitbegründer und Künstlerischer Leiter des Theater Phönix in Linz. Er ist zudem Autor, Dramatiker und freier Regisseur. 1994 erhielt er das österreichische Staatsstipendium für Dramatik und 1996 ein Literar-Mechana-Stipendium für sein künstlerisches Gesamtwerk.

Als Regisseur inszenierte Gebhartl über 50 Dramen, Opern und Performances, u. a. in der Spielstatt Leonding, am Theater Phönix Linz, bei der Ars Electronica Linz, für den ORF OÖ, das Staatstheater Saarbrücken, das Nationaltheater Weimar, das Züricher Theaterspektakel und das Brucknerfestival Linz.

Als Autor publiziert Gebhartl in diversen Printmedien. 2013 erschien sein Roman Fett! (Arovell-Verlag).

Seit 2014 performed er regelmäßig als Teil des von ihm mitbegründeten Musikprojektes „Reanimation de Luxe“.

Uraufführungen (Autor und Regie)
  • Spielstatt Leonding (Torkater Carlo, Das Menschenspiel des Doktor Faust, Musikal Banal)
  • Landestheater Linz (Was geschah wirklich mit Robert K.)
  • Ars Electronica Linz (Mein Kopf ist ein Aquarium)
  • Europäischer Kulturmonat 92 – Linzer Schiffswerft (Orfeus/Donau/Euridice)
  • Ensembletheater Wien (R.I.P.)
  • Schauspiel St.Pölten (Vatertag)
  • Staatstheater Saarbrücken (Peepschau II)
  • Rampe Stuttgart (Willi the Kid)
  • Schauspiel Kiel (Fête des Pères)
  • Theater Phönix Linz (Lucky Strike, Peepschau I, Charleys Tante und die Macht des Geldes, Der Menschenfeind oder Wie Herr Molière zum Mörder wurde)