Prix Pantheon 2017 für Lisa Eckhart

Foto von Lisa Eckhart

Wir gratulieren Lisa Eckhart zum deutschen Satire-Preis Prix Pantheon in der Kategorie „Frühreif & Verdorben“. Denn „Himmel und Hölle, Komik und Tragik, Mitleid und Spott liegen in den fein ziselierten Texten von Lisa Eckhart ganz nahe beieinander,“ so die Jury.

Auf der Webseite des Prix Pantheon werden Lisa Eckharts „souveräne Bühnenpräsenz und präziser Sprachwitz, schlitzohrige Boshaftigkeit, böse Reime und pointierte Provokationen“ gelobt: „Damit werden Glaube, Liebe, Politik und andere Taschenspielerstreiche liebevoll seziert, bis sich die Tragödie zur Komödie steigert in einem stilistisch unverwechselbaren, dichten und kühnen Kabarettsolo.“ Dies zeigte Lisa Eckhart auch in ihrer Finalperformance.

Wem Eckharts präziser Sprachwitz gefällt, seien ihre Metrischen Taktlosigkeiten ans Herz gelegt.

Meggie W. Wrightt

Foto von Meggie W. Wrightt / Magdalena Wołłejko

Polnische Theater-, TV- und Filmschauspielerin.

Unter dem Pseudonym Meggie W. Wrightt schrieb Magdalena Wołłejko mehrere Stücke, die im Repertoire vieler polnischer Theater zu finden sind. „Der Club der Hypochonder“ (Klub hypochondryków) wird seit über 10 Jahren mit großem Erfolg im Warschauer Teatr Syrena gespielt, unter Mitwirkung der Autorin.

Unter dem Pseudonym Maciej Pisz schrieb sie auch einige ebenso erfolgreiche Filmdrehbücher, TV-Sendungen und Liedtexte.

Lisa Eckhart: „Metrische Taktlosigkeiten“ in der Roten Bar

Foto von Georg Hoanzl, Lisa Eckhart, Helen Zellweger und Michael Niavarani, Copyright Markus Wache

Vielen Dank an alle, die die Buchpräsentation am 10. 5. 2017 zu einem solchen Erfolg gemacht haben! Die Rote Bar war eine stimmungsvolle Bühne für Lisa Eckharts Metrische Taktlosigkeiten. Eine Einführung ins politische Korrektum. Nach einem Gespräch mit Michael Niavarani performte Lisa Eckhart Texte aus ihrem Buch. Zum Schluss gab es noch die Möglichkeit, die druckfrischen Exemplare signieren zu lassen.

Alle Informationen zum Buch finden Sie hier.

Foto: Georg Hoanzl, Lisa Eckhart, Helen Zellweger, Michael Niavarani | © Markus Wache

Harald Gebhartl

Foto von Harald Gebhartl, Copyright by Tom Mesic

Harald Gebhartl, geboren 1957, ist Mitbegründer und Künstlerischer Leiter des Theater Phönix in Linz. Er ist zudem Autor, Dramatiker und freier Regisseur. 1994 erhielt er das österreichische Staatsstipendium für Dramatik und 1996 ein Literar-Mechana-Stipendium für sein künstlerisches Gesamtwerk.

Als Regisseur inszenierte Gebhartl über 50 Dramen, Opern und Performances, u. a. in der Spielstatt Leonding, am Theater Phönix Linz, bei der Ars Electronica Linz, für den ORF OÖ, das Staatstheater Saarbrücken, das Nationaltheater Weimar, das Züricher Theaterspektakel und das Brucknerfestival Linz.

Als Autor publiziert Gebhartl in diversen Printmedien. 2013 erschien sein Roman Fett! (Arovell-Verlag).

Seit 2014 performed er regelmäßig als Teil des von ihm mitbegründeten Musikprojektes „Reanimation de Luxe“.

Uraufführungen (Autor und Regie)
  • Spielstatt Leonding (Torkater Carlo, Das Menschenspiel des Doktor Faust, Musikal Banal)
  • Landestheater Linz (Was geschah wirklich mit Robert K.)
  • Ars Electronica Linz (Mein Kopf ist ein Aquarium)
  • Europäischer Kulturmonat 92 – Linzer Schiffswerft (Orfeus/Donau/Euridice)
  • Ensembletheater Wien (R.I.P.)
  • Schauspiel St.Pölten (Vatertag)
  • Staatstheater Saarbrücken (Peepschau II)
  • Rampe Stuttgart (Willi the Kid)
  • Schauspiel Kiel (Fête des Pères)
  • Theater Phönix Linz (Lucky Strike, Peepschau I, Charleys Tante und die Macht des Geldes, Der Menschenfeind oder Wie Herr Molière zum Mörder wurde)

Theodora Bauer beim Neuen Wiener Volkstheater!

Foto von Theodora Bauer, der Autorin von "Papier.waren.pospischil". Copyright Dessislaw Pajakoff

Theodora Bauers Theaterstück papier.waren.pospischil wird im Zuge des Festivals Neues Wiener Volkstheater im Max Reinhardt Seminar zu sehen sein!

An drei verschiedenen Tagen gibt es die Möglichkeit, die skurril-rasante Komödie in einer szenischen Skizze unter der Regie von Anna Marboe zu erleben.

DIE TERMINE

Donnerstag, 9. März 2017, 20.30 Uhr
Samstag, 11. März 2017, 16.00 Uhr
Sonntag, 12. März 2017, 17.30 Uhr

Regie: Anna Marboe
Dramaturgie: Angela Heide
mit Marlene Hauser, Julian Waldner, Doris Weiner, Eduard Wildner

Sonntag, 12. März 2017, 18.30 Uhr
Festival Gespräch mit Theodora Bauer und Natascha Gangl

Weiter Informationen zum Festival Neues Wiener Volkstheater finden Sie hier.

Alle Informationen zum Stück und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier.

Lisa Eckhart

Foto von Lisa Eckhart

1992 – Erstmalige Inbetriebnahme Lisa Eckharts im Stadtkrankenhaus Leoben in der Steiermark. Es folgen sechs Jahre ruraler Idylle bei den Großeltern. Die Stimmung schwankt zwischen Thomas Bernhard und Peter Rosegger.

1997 – Einschulung in der Metropole Graz. Liebevoll wird Eckhart die ländliche Legasthenie ausgeprügelt und durch Schickeria-Schnickschnack wie Syntax und Grammatik ersetzt.

2009 – Matura an der ehemaligen Kadettenschule HIB Liebenau. Blackout. Eckhart erwacht in einer 9-m2-Wohnung in Paris, umringt von Kakerlaken und in der rechten Hand eine Inskriptionsbestätigung für Germanistik und Slawistik an der Sorbonne.

2013 – Erster und einziger Versuch, einen ehrenhaften Beruf zu ergreifen. Eckhart unterrichtet Französisch und Deutsch an zwei Gymnasien Londons. Kinder zählen definitiv nicht zu ihrem Zielpublikum. Am Ende ihres Arbeitsvertrags müssen viele verstörte Scheitel gestreichelt werden.

2014 – Master der Germanistik an der Sorbonne und Freien Universität Berlin. Völlige Weigerung, damit etwas Vernünftiges anzufangen. Es folgen ein Dutzend erfolglose Vorsprechen an deutschen Schauspielschulen. Eckhart beginnt, in der Freizeit Postkarten zu malen.

2015 – Sieg bei den österreichischen Poetry-Slam-Meisterschaften. Eckhart wird ein Kabarett-Engagement angeboten. Mit Blut unterschreibt sie blind alles, was ihr vertraglich vorgelegt wird.

2016 – Österreichischer Kabarett-Förderpreis für das erste Soloprogramm Als ob Sie Besseres zu tun hätten. Eckhart freut sich über jeden Tag, an dem nicht ans Licht kommt, dass all ihre Texte von dem hochintelligent heimgekehrten Affen geschrieben werden, den die NASA 1961 ins Weltall beförderte.

Jean-Claude Carrière

Jean-Claude Carrière

Jean-Claude Carrière, geboren 1931 in Frankreich, ist ein französischer Autor, Drehbuchschreiber, Bühnenbildner, Wortführer, Regisseur und Schauspieler.

Carrière begann in den fünfziger Jahren als Zeichner und Schriftsteller zu arbeiten. Er verfasste unter anderem Novellen, das Wörterbuch der Dummheit und eine französische Theaterfassung von Harold und Maude.

In den folgenden Jahren arbeitete Carrière mit bekannten Regisseuren wie Miloš Forman (Valmont), Andrzej Wajda (Danton, Die Dämonen), Louis Malle (Komödie im Mai u. a.), Jean-Luc Godard (Rette sich wer kann: das Leben), Peter Brook (Mahabharata u. a.), Philip Kaufmann (Die unterträgliche Leichtigkeit des Seins) und Volker Schlöndorff (Die Blechtrommel, Un amour de Swann u. a.).

Jean-Claude Carrière war auch als Schauspieler zu sehen, unter anderem in seinem eigenen Stück Mit anderen Worten (Les mots et la chose). Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und ist Präsident der Pariser Filmhochschule La fémis.

Jessica Swale

Foto von Jessica Swale, copyright von Helena Miscioscia

Jessica Swale ist eine britische Autorin und Regisseurin sowie die künstlerische Leiterin der Red Handed Theatre Company in London. Als Regisseurin befasst sie sich mit Klassikerbearbeitungen, Uraufführungen und ist immer auf der Suche nach starken Frauenrollen – 2010 inszenierte sie das erste Stück aus der Feder einer Autorin (!) an Shakespeares Globe.

Ihr erstes Stück, Blue Stockings, wurde am Globe Theatre in London uraufgeführt. Bereits ihr zweites Stück Nell Gwynn ging nach der Uraufführung am Globe ans West End und gewann den Olivier Award für Best New Comedy 2016. Momentan schreibt sie an einem Drehbuch für Nell Gwynn.

Für die Red Handed Theatre Company, die sich neben neuen Werken der Entdeckung vergessener Theaterstücke verschrieben hat, führte Jessica Swale bei einer Reihe von preisgekrönten Stücken Regie.

Sie ist künstlerische Mitarbeiterin der international tätigen NGO Youth Bridge Global. Diese arbeitet in Entwicklungs- und Nachkriegsländern mit dem Ziel über Theaterproduktionen soziale und sprachliche Fähigkeiten zu fördern und somit einen gesellschaftlichen Wandel zu unterstützen. In dieser Funktion hat Swale unter anderem auf den Marshallinseln sowie in Bosnien und Herzegowina gelebt und mehrere Stücke Shakespeares produziert.

Jessica Swale schrieb zudem drei Bücher für die Reihe „Drama Games“ des englischen Bühnenverlages Nick Hern Books.

Jessica Swale ist Autorin / Bearbeiterin von:
  • Nell Gwynn (Olivier Award for Best New Comedy, West End, Shakespeare’s Globe)
  • The Mission (Arts Ed Theatre School)
  • The Playhouse Apprentice (für das Dullwich College am The Sam Wanamaker Playhouse)
  • Thomas Tallis (The Sam Wanamaker Playhouse)
  • Blue Stockings (Shakespeare’s Globe)
  • Stig of the Dump, The Secret Garden (Grosvenor Open Air Theatre)
  • Far from the Madding Crowd, Sense and Sensibility (Watermill Theatre)
  • All’s Will that Ends Will (Bremer Shakespeare Company)
Drehbücher:
  • Nell Gwynn (Arbeitstitel; in Entwicklung)
  • Horrible Histories (Altitude Films, Citrus TV; in Entwicklung)
  • Summerland (entstandden während der JJ Screenwriting Bursary in Association with BAFTA)
Regie (Auswahl):
  • The Rivals (Southwark Playhouse)
  • Palace of the End (Arcola)
  • The Belle’s Strategem (Southwark Playhouse)
  • Bedlam (Shakespeare’s Globe)
  • Sleuth (Watermill Theatre)
  • Fallen Angels (Salisbury Playhouse)
  • Winter (TNL, Canada)
  • The Busy Body, Someone to Watch Over Me (Southwark Playhouse)
  • The School for Scandal (Park Theatre)

Wolfram Berger

Foto von Wolfram Berger, copyright Helena Wimmer

Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, ist Schauspieler, Sänger, Kabarettist, Entertainer, Regisseur und Produzent ungewöhnlicher Theater-Abende abseits des Mainstreams. Er war Schauspieler an wichtigen deutschsprachigen Bühnen (Basel, Zürich, Stuttgart, Bochum) und spielte parallel dazu immer wieder in Kino- und TV- Filmen.

Unzählige Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen sind das Ergebnis seiner Liebesaffaire mit dem Mikrophon, die von der Freude am Lesen und dem Spiel mit Sprache erfüllt ist.

Die Zusammenarbeit mit Musikern aus allen Genres ist für Wolfram Berger Quell der Inspiration für seine so genannten „Kleinkunst-Programme“. Die musikalisch, satirisch poetischen Träume, die sich – wie ihr Erfinder – nirgends so richtig einordnen lassen, zeugen von großer Lust am Singen und Spielen in allen Lebenslagen, vom Auffinden und Ausprobieren verborgener Köstlichkeiten seines Berufes.

Preise (Auswahl):

„Bester Schauspieler 2015″ ­– Montréal World Film Festival
„ORF-Schauspieler des Jahres 2001“
„Salzburger Stier 1997“,

Preis der Schallplattenkritik:
„Wölflisches Gejandl einer bayerischen Schwittersmutter“
„Verdi“

Hörbücher Bestenliste:

„Der Mann ohne Eigenschaften“ (der gesamte Roman als Sololesung)
„Geister von Princeton“