Laurence Boswell

Portrait von Laurence Boswell

Laurence Boswell ist einer der profiliertesten und erfahrensten Theaterregisseure Großbritanniens. Er begann seine Karriere als Assistent an der Royal Shakespeare Company, wurde zum Spielleiter und ist nun Associate Artist der RSC. Boswell war künstlerischer Leiter am Gate Theatre (Notting Hill) und am Ustinov Studio (Theatre Royal Bath).

Er inszenierte viele Stücke am Londoner West End, u. a.: This Is Our Youth von Kenneth Lonergan (mit Jake Gyllenhaal and Matt Damon), Up For Grabs von David Williamson (mit Madonna) und The Mentor von Daniel Kehlmann (mit F. Murray Abraham). Am Broadway inszenierte er A Day In The Death of Joe Egg von Peter Nichols (mit Eddie Izzard).

Laurence Boswell gewann einen Olivier Award und war für einen Tony Award nominiert.

Als Autor verfasste Laurence Boswell eine Vielzahl englischer Versionen spanischer Stücke aus dem Siglo de Oro, u. a. Damned for Despair (Tirso De Molina), The Phoenix of Madrid und The Painter of Dishonour (Pedro Calderón de la Barca), Fuente Ovejuna (Lope de Vega), Bohemian Lights (Ramón María del Valle-Inclán).

Von The Beauty and the Beast verfasste Boswell bis jetzt drei Fassungen: Die ersten beiden Versionen dieses klassischen Märchens wurden am Young Vic („Better than Disney“, Evening Standard) und an der Royal Shakespeare Company („beautifully written“, The Telegraph) aufgeführt. Von der dritten und zugleich modernsten Version schuf Michael Niavarani die deutsche Fassung.

Arman T. Riahi

Portrait von Arman T. Riahi

Arman T. Riahi (Regie + Drehbuch Co-Autor) wurde 1981 im Iran geboren und ist in Wien aufgewachsen, wo er bereits als Schüler seine ersten Kurzfilme drehte. Seit 2005 arbeitet Riahi als freier Regisseur und Autor für verschiedene Wiener Filmproduktionen. „Schwarzkopf“, Riahis erster Kinodokumentarfilm, lief 2011 in den österreichischen Kinos, gewann den Publikumspreis der Diagonale 2011 sowie den Special Jury Mention Award beim Beirut International Film Festival und war Eröffnungsfilm des Dokumentarfilmwettbewerbes des 17. Sarajevo Film Festival. Riahis erster gemeinsamer Kinodokumentarfilm mit seinem Bruder Arash, das Cross-Media-Projekt „Everyday Rebellion“, dem bereits weitere Projekte gefolgt sind, nahm an über 60 internationalen Festivals und Veranstaltungen teil und gewann bisher 9 Preise.

Die Komödie „Die Migrantigen“, der erste Spielfilm von Arman T. Riahi, kam 2017 in die österreichischen, deutschen und Schweizer Kinos (siehe www.diemigrantigen.de). „Die Migrantigen“ gewann den Publikumspreis des Filmfestival Max Ophüls Preis 2017, sowie den Audience Award des Nashville Film Festival, den Preis für das Beste Kostümbild der Diagonale 2017, den Creative Energy Awarddes 28. Internationalen Filmfestival Emden-Norderney sowie 2018 die Romy in der Kategorie „Bestes Buch Kinofilm“.

Gemeinsam mit den Drehbuch-Co-Autoren und Hauptdarstellern Aleksandar Petrović und Faris Rahoma verfasste Arman T. Riahi 2019 die Bühnenfassung für die Kammerspiele des Theater in der Josefstadt.

Riahis nächster Spielfilm „Fuchs im Bau“ nach seinem eigenen Drehbuch ist 2019 abgedreht worden und befindet sich in der Postproduktion. Der Film handelt von einem Lehrer, der von seiner neuen Arbeitssituation in einer Gefängnisschule herausgefordert wird.

Himmel und Hölle

TEDDY
Hab ich’s nicht gesagt? Meine Mama passt einfach nicht zu den Engeln im Himmel!

Der siebenjährige Teddy ist plötzlich Waise. Seine Mutter Jola, DJane, kommt nach einem tödlichen Autounfall eines Nachts nicht mehr nach Hause. Teddy will nicht glauben, dass seine Mama jetzt bei den Engeln im Himmel ist. Dort passt sie so gar nicht hin. Kurzerhand setzt er sich in den Kleiderkasten von Tante Renate und macht sich sein eigenes Bild vom Leben nach dem Tod:

Dort nimmt seine Mama ihr Schicksal selbst in die Hand. Gemeinsam mit dem schüchternen Pechteufelchen mischt sie Himmel und Hölle ordentlich auf: An der Himmelspforte lässt sie einen heillos überforderten Petrus zurück. Die Engel Sandalfon und Luzifer sind gezwungen, sich zusammenzutun, um die wilde Odyssee der Ausreißerin zu stoppen. Mama Jola nimmt es mit den Sündern auf und sogar mit der besitzergreifenden Manie – Mutter von Pechteufelchen und gefürchtete Strickerin und Stelzenköchin.

Und was macht Gott? Der spielt mit der Mutter Maria Scrabble, kann sich aber bei all dem Tumult nicht richtig konzentrieren und so passieren ihm Fehler …

Wird Jola aus Himmel und Hölle zurück ins Leben von Teddy finden?

Dieses fantastische Stück ist die Heldengeschichte einer Mutter, erzählt aus der Sicht ihres Sohnes, der sie sehr vermisst. Eine berührende, mitreißende und herzerwärmend komische Geschichte zu den großen Themen des Lebens.

Anna Szostak-Weingartner gewann für ihre Übersetzung aus dem Polnischen das Schultz & Schirm Stipendium für Komödien-Übersetzung und das Übersetzungsstipendium des Bundeskanzleramtes Österreich (Eurodram Auswahl 2019).

Geeignet ab 6 Jahren.

Pressestimmen

„Das Stück bietet keine einfachen oder banalen Antworten. Es macht sich nicht lustig über religiöse Gefühle. Mit großem Taktgefühl und etwas Augenzwinkern ruft es zu Toleranz und Offenheit auf.“ (teatralny.pl)

„Kluges Theater, das von den wichtigsten Dingen erzählt. Berührend, komisch, geistreich.“ (Rozrywka Wrocław Naszemiasto)

Trailer der polnischen Produktion

Factsheet Himmel und Hölle

Ansichtsexemplar für Theater

Maria Wojtyszko

Portrait von Maria Wojtyszko

Maria Wojtyszko, geboren 1982 in Warschau, schreibt Theaterstücke und Drehbücher.

Sie studierte Kulturwissenschaften an der Universität Warschau, Drehbuchschreiben an der Filmhochschule Lodz, Regie an der Wajda School und Schauspiel am Laboratorium Dramatu in Warschau. Sie schrieb einige Kurzfilme und für viele Fernsehserien, darunter für Przystań (Der Hafen), Doręczyciel (Der Postbote) und Bez Tajemnic (Ohne Geheimnisse, basierend auf der HBO-Serie In Treatment).

Maria Wojtyszko schreibt Theaterstücke für Kinder und Erwachsene. Ihre Stücke wurden in Polen, der Tschechischen Republik, Deutschland, Österreich und Finnland produziert und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Piekło-Niebo (Himmel und Hölle) erhielt den Preis für den besten dramatischen Text beim 23. Wettbewerb für zeitgenössisches Theater in Polen (Konkurs na Wystawienie Polskiej Sztuki Współczesnej) und war ein Finalist für den Gdynia Dramatikerpreis – das erste Kinderstück, das für diese Auszeichnung in Betracht gezogen wurde.

Seit 2012 ist sie Literaturmanagerin am Puppentheater Wrocław, wo sie gerne zeitgenössisches polnisches Drama fördert.

Keir McAllister

Portrait von Keir McAllister

Keir McAllister ist ein Stand-up-Comedian und Autor. Er ist regelmäßiger Headliner bei einigen der besten Comedy-Clubs und Festivals Großbritanniens.

Er schreibt für viele Top-Comedians sowie für Radio und TV, darunter Live at The Apollo, Breaking the News, The Good, the Bad and the Unexpected und viele mehr. Gemeinsam mit anderen Comedians schuf er eine Reihe von renommierten Festival-Shows. McAllister ist unter anderem zweimaliger Gewinner des „Best Writer“ bei den Scottish Comedy Awards.

Keir McAllister ist Autor mehrerer Theaterstücke (Hindsight, A Split Decision, The Last Laugh). The Bench (dt. Das ist keine Bank) wurde 2018 am Fringe Festival in Edinburgh uraufgeführt.

McAllister lebt mit seiner Frau, Comedian und Moderatorin Jay Lafferty, in Edinburgh.

Otto Hans Ressler

Portrait von Otto Hans Ressler

Otto Hans Ressler, 1948 in Knittelfeld geboren, lebt als Schriftsteller, Kunstexperte und Auktionator in Wien. Er publizierte 14 Sachbücher, Romane und Künstlerbiografien sowie Beiträge für Anthologien und Literaturzeitschriften. Seit 2014 ist er als geschäftsführender Gesellschafter der Ressler Kunst Auktionen GmbH tätig.

Alexandra K*

Portrait von Alexandra K, copyright by Loulou D'Aki

Geboren 1985 auf der Insel Korfu, studierte Alexandra K* Schauspiel an der Schauspielschule des Nationaltheaters in Thessaloniki sowie angewandte Theaterwissenschaften. Sie nahm an zahlreichen Fortbildungen in szenischem Schreiben für Theater und Kino in Griechenland, Italien Rumänien und den USA teil.

Alexandra K* arbeitete bisher sowohl als Kolumnistin für diverse Zeitschriften und Zeitungen als auch in Kreativteams von Werbeagenturen. Sie verfasste mehrere Kinder- und Jugendbücher sowie Drehbücher für Film und Fernsehen. Ihre erste Novelle Wie küssen sich Seeigel? (Patakis Verlag Athen) wurde 2018 veröffentlicht.

Ihr jüngstes Theaterstück Revolutionäre Methoden zur Reinigung Ihres Swimmingpools (UA 2018 am Nationaltheater Athen) wurde im Sokolis Verlag in griechischer Sprache verlegt. Es nimmt am Europäischen Programm für Bühnenübersetzung Eurodram teil und wurde neben dem Deutschen ins Spanische und Italienische übersetzt.

Sou Abadi

Foto von Sou Abadi, copyright Alexander Gonschior

Die im Iran geborene Sou Abadi ist mit 15 in Frankreich angekommen, nachdem sie in ihrer Heimat zwei Diktaturen miterlebt hatte.

Sie war zunächst als Editorin im Filmbereich tätig, bevor sie begann, selbst Dokumentarfilme zu drehen. Ihr erster Film, S.O.S à Téhéran, wurde als einer der gewagtesten Dokumentarfilme über die iranische Gesellschaft wahrgenommen.

Nach mehreren Dokumentarfilmen ist Cherchez la femme (dt. Voll verschleiert) ihr erster Spielfilm.

Dominic Oley

Portrait von Dominic Oley, copyright Jan Frankl

Dominic Oley, geboren 1980 in Meerbusch (Nordrhein-Westfalen), studierte Schauspiel am Max Reinhardt Seminar in Wien und spielte anschließend am Schauspiel Essen und am Staatstheater Hannover. Er ist derzeit Ensemblemitglied am Theater an der Josefstadt und spielt Film- und Fernsehrollen. 2013 erhielt er eine Nestroy-Nominierung als beste Nebenrolle.

Seit 2009 lebt und arbeitet er als freier Autor, Regisseur, Schauspieler und Musiker in Wien. Oley ist als Autor vor allem für seine Klassikerbearbeitungen und Parodien bekannt (z. B. Titanic, King Liar, Kissing Mr. Christo, Frankenstein, Exorzist). Seine Stücke inszeniert er bislang selbst, u. a. am Schauspiel Essen, TAG Wien, Schauspielhaus Wien, Landestheater Niederösterreich, Wiener Wortstätten, Bronski & Grünberg Theater. Er ist Vontobel-Preisträger für „Liebe mich irgendwie …“ (Regie René Pollesch). 2010 wurde er zum Festival „New Plays from Europe“ in Wiesbaden eingeladen und absolvierte eine Masterclass bei Martin Heckmanns und Marc Ravenhill. 2011 erhielt er das Dramatikerstipendium der Literar mechana.