Das letzte Mal

C’était quand la dernière fois?
von Emmanuel Robert-Espalieu

Übersetzung von Frank Weigand

1 D, 1 H / Dekoration: 1
Uraufführung:
Théâtre Tristan Bernard
20. Januar 2018
DSE frei

DIE FRAU 
Liebling, du wirst heute Nacht sterben. Ich habe dich vergiftet.

So beginnt der todernste und abgründig komische Dialog eines Ehepaars, das beim gemeinsamen Abendessen in seinem Appartement sitzt. Der Mann ist abgelenkt von seinen allabendlichen Ritualen, die Frau wartet auf einen Moment Aufmerksamkeit seinerseits. Dann platzt es aus ihr heraus: Ich habe dich vergiftet. Heute Nacht wirst du sterben.

Die Frau möchte aus der gescheiterten Partnerschaft ausbrechen und ihr eigenes Leben führen. Scheidung ist keine Option: Viel zu umständlich, ums Geld wird gestritten und obendrein begegnet man dem Ex-Mann beim Einkaufen. Ein Fünkchen Liebe ist aber noch da, deshalb soll der Tod des Mannes ein schöner sein: Schnell und – wie ihr vom Gärtner versichert wurde – schmerzfrei. Die Perspektive des Mannes ist naturgemäß eine andere …

Den beiden bleiben eineinhalb Stunden, in denen sie sich bekämpfen, sich einander nochmals annähern und wieder bei sich selbst landen. Wie in Sartres „Geschlossener Gesellschaft“ entkommt sich das Paar am Ende nicht. Der Abend beginnt wieder von vorne: L’enfer, c’est les autres – die Hölle, das sind die anderen.

Pressezitate

„Eine abgefahrene Komödie mit schwarzem, ins Absurde gehendem Humor.“ (Le Parisien)

„Zwischen irrwitzigen Darstellern, absurden Situationen und köstlichen Figuren überrascht diese Komödie mit unerwarteten Wendungen bis zum Abwinken.“ (CNEWS)

Hier geht’s zum Trailer der französischen Uraufführung 

Factsheet Das letzte Mal

Ansichtsexemplar für Theater