papier.waren.pospischil

3 D, 3 H / Dekoration: 1
Uraufführung frei

Melli ist Angestellte bei „Papierwaren Pospischil“, einem kleinen Papiergeschäft, das den Zeichen der Zeit durch seine schiere Existenz zu trotzen versucht. Meistens ist ihr langweilig. Es gibt nicht viel zu tun, denn Kunden kommen keine. Als Melli zu hinterfragen beginnt, wieso der Laden eigentlich noch nicht schließen musste, nimmt ein Schauspiel seinen Lauf, das die verstaubte Papierwarenhandlung ordentlich aufmischt und alle Beteiligten auf eine ungeahnte Belastungsprobe stellt.

In Theodora Bauers neuem Stück prallen gegensätzliche Charaktere und Lebensentwürfe in Echtzeit aufeinander und entfalten ein fröhlich-apokalyptisches Panoptikon, das niemanden kalt lassen wird. Papier.waren.pospischil entwickelt sich im Laufe des Abends zu einer bissigen Ir-Real-Satire, die sich leichtfüßig über sämtliche Genregrenzen hinwegsetzt. Das Stück ist feinsinniges Kammerspiel und wüstes Actionfeuerwerk zugleich – voll mit geriatrischen Drogenkranken, explodierenden Porzellankatzen, Kokosbusserln mit Schokotunke, einem unentschlossenen Selbstmörder, der sich zur falschen Zeit am richtigen Ort befindet, einer zum äußersten entschlossenen Papierladenbesitzerin mit besten Kontakten zur Polizei und Melli, der scharfzüngigen Angestellten, die in dem Chaos nicht den Kopf zu verlieren versucht.

Wie das alles zusammen gehen soll? Unterhaltsam, so viel steht fest.

papier.waren.pospischil, ihr erstes Theaterstück, wurde im Rahmen des Festivals Neues Wiener Volkstheater 2017 in einer szenischen Lesung präsentiert und gewann im September 2017 den Wettbewerb „Die Freiheit des Lachens“ am Salzburger Landestheater. Im August 2018 wird papier.waren.pospischil beim Festival Hin & Wegszenisch gelesen. Im Februar 2018 war die französische Übersetzung papeterie.pospischil beim Festival des Österreichischen Theaters in Paris in einer szenischen Lesung zu sehen.

Pressestimmen zu papier.waren.pospischil

„Das skurrile (…) Werk spielt mit Alter, Schein, Missverstehen und bringt mit viel Humor alternde Drogendealer und eine verwirrte und leidenschaftliche Jugend auf die Bühne.“ (progress)

„In humorvoller und mitreißender Atmosphäre prallen Menschen und Welten aufeinander.“ (progress)

Pressestimmen zu Theodora Bauers Romanen
Chikago (2017)

„Theodora Bauer begreift ihren Roman über die Sehnsucht nach einem besseren Leben nicht zuletzt als Kommentar zur aktuellen Lage der Flüchtlinge in Europa. Und als solcher ist er aufschlussreicher als so manche politische Analyse.“ ORF Ö1

„Theodora Bauers Chikago ist auch ein Statement zur aktuellen Lage im Land.“ (Kurier) „Theodora Bauer erweist sich als wortmächtige Erzählerin.“ NEWS

„Ein Roman, der noch sehr viel Staub aufwirbeln und aktueller nicht sein könnte.“ LITERATURHAUS.AT

„In charmantem österreichischem Deutsch verfasst stellt der Roman erneut das Schreibtalent Theodora Bauers unter Beweis.“ ORF.AT

„Glück, das findet anderswo statt. Ein erschütternder Befund, der wohl zu jeder Zeit auf die Situation Flüchtender zutrifft. … Bestechend ist die Ausdrucksstärke der jungen Autorin (Jahrgang 1990), die ihre Sprache mit der jeweiligen Perspektive, der jeweiligen Person modifiziert.“ WIENER ZEITUNG

Das Fell der Tante Meri (2014)

„Dieser Roman ist ein hinreißendes Debüt, ein stilistisch und erzählerisch glänzendes Bravourstück, das Leserinnen und Leser mit Freude auf die nächste Erzählung der Autorin warten lässt.“ DIE FURCHE

„Mit viel Sprachwitz und Humor (vor allem rund um die Hauptfigur) steigert Theodora Bauer die drei Handlungsebenen zu einem spannenden Finale mit überraschenden Wendungen. Hut ab vor dieser Autorin und ihrem Debütroman.“ MAGZIN.AT

„Theodora Bauer erzählt klar strukturiert in einer flüssigen Umgangssprache und haucht den handelnden Personen viel Charakter und Emotionen ein … Selbst die Nebenfiguren sind gut gesetzt und bereichernd. Sehr einfühlsamer und gleichzeitig beklemmender Roman, tolles Debüt!“ VERLAG DES ÖGB

Factsheet papier.waren.pospischil

Ansichtsexemplar für Theater